New PDF release: Allgemeine Sinnesphysiologie Hautsinne, Geschmack, Geruch

By Prof. Dr. Herbert Hensel (auth.)

ISBN-10: 3642494625

ISBN-13: 9783642494628

ISBN-10: 3642497446

ISBN-13: 9783642497445

Die Grundlagen der allgemeinen oder theoretischen Sinnesphysiologie be­ finden sich gegenwärtig in einem entscheidenden Umbruch. Hatte guy bislang, gemäß der Denkweise eines traditionellen Naturalismus, das theoretische Funda­ ment der allgemeinen Sinnesphysiologie in den objektiven Wissenschaften ge­ sucht, so beginnt die Sinnestheorie sich heute aus dieser Abhängigkeit zu befreien und eigenständige methodische Ansätze zu entwickeln .. Die vorliegende Darstellung soll ein Beitrag zu dieser neuen Richtung sein. was once uns die Sinne zeigen, ist originär und nicht aus anderen Gegebenheiten ab­ leitbar. Die Wahrnehmung als autonome Erkenntnisquelle stellt der Sinneslehre die Aufgabe einer Selbstbegründung und einer primären Strukturanalyse der Sinnenwelt, ohne sich von vornherein auf die von den exakten Wissenschaften angebotenen Begriffe festzulegen. Erst in zweiter Linie wäre dann zu fragen, welche Beziehungen zwischen den Sinnesphänomenen und den Begriffssystemen oder Sachverhalten der positiven Wissenschaften bestehen. Im zweiten Teil des Buches werden die Physiologie der Hautsinne, des Ge­ schmacks und des Geruchs als in sich geschlossene Abschnitte erörtert. Ich habe auch hier versucht, einige in der allgemeinen Sinnesphysiologie entwickelte Ge­ dankengänge einzuführen und so einen inneren Zusammenhang mit dem ersten Teil herzustellen. Manches mußte freilich noch recht heterogen bleiben, nicht zu­ letzt deshalb, weil ein großer Teil der heute bekannten sinnesphysiologischen Tatsachen das Resultat von Fragestellungen ist, die den Denkgewohnheiten der naturalistischen Sinneslehre entspringen. Neue Gesichtspunkte erscheinen mir besonders dort notwendig, wo Einzelfragen - wie etwa das challenge der "Spezi­ fität" der Hautsinne - zugleich Brennpunkte allgemein sinnesphysiologischer Auseinandersetzungen sind.

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Um die Strukturbeziehungen von Phänomen und Begriff genauer darzustellen, bedienen wir uns einer Zeichensprache, die der symbolischen Logik entlehnt ist. Dabei ordnen wir jedem Zeichen eine Doppelbedeutung zu, nämlich ein zeitlich aktuales Sinnesphänomen und dessen zeitenthobenen Begriff. In Anlehnung an die Theorie CARNAP8 von der Extension und Intension der Zeichen nennt REENPÄÄ (2, 3, 8) die phänomenale Bedeutung eines Zeichens auch seine "Extension" und die begriffliche Bedeutung seine "Intension".

43). Von diesem willenshaft erweiterten Zeiterlebnis aus dürfte auch die Genese des Kausalbegritls und der Zusammenhang von Kausalität und Zeitfolge verständlich werden. IV. Die Raumdimension Auch den Raum kann man als intermodale Dimension bezeichnen, da alle Sinneserlebnisse Räumlichkeit oder Lokalität besitzen, freilich in einem sehr verschiedenen Grad. Die Verwandtschaft des Räumlichen in den einzelnen Modalbezirken ist wesentlich geringer als die des Zeitlichen; zwar sprechen wir in einem allgemeinen Sinn vom Raum, aber der Sehraum, der Hörraum, der Tastraum, der Bewegungsraum besitzen erhebliche Strukturunterschiede.

Leicht ist einzusehen, daß es sich bei den Basisobjekten der übrigen Wissenschaften durchweg nicht um rein phänomenale Objekte handelt, sondern um komplizierte, begrifflich geformte Gegenstände. So beruhen, um ein Beispiel zu nennen, die physikalischen Grundgrößen auf einem System begrifflicher Definitionen und Meßvorschriften. Im einzelnen wird die Struktur der wissenschaftlichen Erfahrungsgegenstände gar nicht näher untersucht, vor allem wird nicht gefragt, was an ihnen sinnlich wahrgenommen und was begrifflich ist.

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Allgemeine Sinnesphysiologie Hautsinne, Geschmack, Geruch by Prof. Dr. Herbert Hensel (auth.)


by David
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